PAYE (Pay As You Earn)
ist das britische und irische System zur Einbehaltung der Einkommensteuer (und der britischen Sozialversicherung) vom Lohn im Rahmen der Lohnabrechnung: Der Arbeitgeber zieht den Betrag entsprechend dem Steuerkennzeichen des Arbeitnehmers ab, meldet dies in Echtzeit (RTI in Großbritannien) und führt den Betrag an die HMRC bzw. die Steuerbehörde ab. Arbeitnehmer, die unter „ PAYE “ arbeiten, müssen meist keine jährliche Steuererklärung abgeben.
So funktioniert „ PAYE “ – und wo Arbeitgeber Fehler machen
Bei jeder Gehaltsabrechnung wird der aktuelle, kumulierte Steuercode sowie die Sozialversicherung berücksichtigt; die RTI-Meldungen werden am oder vor dem Zahltag an die HMRC übermittelt, und die Überweisung erfolgt monatlich. Die Codes ändern sich bei Sozialleistungen, Nebenjobs und Anpassungen – die Verwendung veralteter Codes ist ein häufiger Fehler.
PAYE ist zudem das Durchsetzungsinstrument im Bereich der Leiharbeit: Innen-IR35 Gebühren und „Umbrella“-Löhne müssen über dieses System abgewickelt werden, und ab April 2026 tragen die Agenturen die Verantwortung für die „ PAYE “ der „Umbrella“-Arbeitnehmer. Leitfaden: gov.uk.
Verwandte Begriffe: IR35, Sozialversicherung
Häufig gestellte Fragen
Benötigen ausländische Arbeitgeber eine britische „ PAYE “ für einen britischen Mitarbeiter?
In der Regel ja: Ein im Vereinigten Königreich tätiger Arbeitnehmer löst in der Regel ein „ PAYE “-Programm aus, auch wenn keine britische Niederlassung besteht; Ausnahmen sind nur in begrenztem Umfang möglich, wenn der Arbeitgeber keine Präsenz im Vereinigten Königreich hat. Viele ausländische Unternehmen nutzen stattdessen eine „ EOR “, die den Arbeitnehmer beschäftigt und standardmäßig das „ PAYE “-Programm durchführt.
Was passiert, wenn „ PAYE “ zu spät oder falsch gespielt wird?
Zinsen und Strafen bei verspäteter Überweisung sowie die Haftung für zu geringe Abzüge – der Arbeitgeber haftet in erster Linie, und die Rückforderung von den Arbeitnehmern ist anschließend eingeschränkt. Das RTI-System macht Lücken schnell sichtbar, daher sollten Korrekturen am besten proaktiv vorgenommen werden.