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Hypothetische Steuer (Hypo-Steuer)

Zuletzt aktualisiert: 14.08.2026 Überprüft von: dem Team von „ Access Financial “

Hypothetische Steuer (Hypo-Steuer)

ist die fiktive Heimlandsteuer, die vom steuerlich ausgeglichenen Gehalt eines Entsandten einbehalten wird: der Betrag, den er gezahlt hätte, wenn er im Heimatland geblieben wäre. Sie ersetzt die tatsächliche Quellensteuer bei der Gehaltsberechnung des Entsandten, während der Arbeitgeber die tatsächlichen Steuern in beiden Ländern abführt.

Einrichtung und Betrieb von Hypo-Tax

Die Berechnung spiegelt die Gehaltsabrechnung im Heimatland hinsichtlich der Entsendungsbezüge wider: Grundgehalt und Bonus zu den im Heimatland geltenden Sätzen, Abzüge gemäß den im Heimatland geltenden Sätzen sowie Familienstand, angepasst an Satzänderungen und Lebensereignisse. Ausgenommen sind entsendungsbedingte Posten (Zulagen, Aufschläge im Gastland), die durch die Police abgedeckt sind.

Da es sich bei der Hypo-Steuer um eine Richtlinie und nicht um ein Gesetz handelt, muss die Dokumentation eindeutig sein: In der Beschäftigungszusatzklausel sind der Abzug, die Methode, der jährliche Abgleich und die Behandlung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses festgelegt – Gerichte legen Unklarheiten zugunsten des Arbeitnehmers aus. Siehe Steuerausgleich.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Hypo-Steuer eine tatsächliche Steuerzahlung?

Nein – es handelt sich um einen internen Abzug, den der Arbeitgeber als Beitrag zu den Steuern einbehält, die er im Namen des Entsandten entrichtet. Die Behörden erhalten die tatsächlichen Steuern über die Lohnabrechnungsprozesse im Heimat- und Gastland; der hypothetische Betrag gelangt als solcher nie an ein Finanzamt.

Was geschieht bei der Jahresabschlussabstimmung?

Es werden tatsächliche Abrechnungen erstellt, und Abweichungen werden gemäß den Richtlinien ausgeglichen: Zu viel einbehaltene Beträge werden dem Mitarbeiter zurückerstattet, zu wenig einbehaltene Beträge werden im Rahmen der vereinbarten Grenzen eingezogen. Bei der Abstimmung werden auch Boni, Kapitalmaßnahmen und Beitragssatzänderungen zur Jahresmitte berücksichtigt – wird dieser Schritt stillschweigend übersprungen, wird das Fairnessversprechen der Richtlinie gebrochen.