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Iqama (saudische Aufenthaltsgenehmigung)

Zuletzt aktualisiert: 14.08.2026 Überprüft von: dem Team von „ Access Financial “

Iqama (saudische Aufenthaltsgenehmigung)

ist die saudische Aufenthaltsgenehmigung für ausländische Arbeitskräfte, die vom Arbeitgeber gesponsert und jährlich gegen Entrichtung von Gebühren verlängert wird. Sie bildet die Grundlage für das Arbeitsverhältnis: Arbeitserlaubnis, Status der Familienangehörigen sowie Ausreise und Wiedereinreise hängen alle von der Iqama ab – und die Quoten im Rahmen der Saudisierung (Nitaqat) legen fest, wer gesponsert werden darf.

Regelungen für Arbeitgeber im Zusammenhang mit der Iqama

Der Arbeitgeber beantragt Arbeitsvisa auf der Grundlage seiner Nitaqat-Einstufung, wandelt Einreiseerlaubnisse in Iqamas um, zahlt Abgaben für Familienangehörige und ausländische Arbeitskräfte und kümmert sich um Verlängerungen – bei Ablauf der Gültigkeit sind Bankgeschäfte, Reisen und die Nutzung von Dienstleistungen für den Arbeitnehmer nicht mehr möglich. Wechsel zwischen Arbeitgebern sind gemäß den reformierten Mobilitätsregeln (auf der Grundlage einer Kündigungsfrist nach Ablauf der Vertragslaufzeit) möglich, die die frühere absolute Bindung an den Arbeitgeber ersetzen.

Die Lohnzahlungen werden über die Mudad-Plattform (das saudische WPS) abgewickelt, und Verträge werden digital in Qiwa registriert – die drei Schritte Qiwa, Mudad und GOSI-Einreichungen bilden den Compliance-Kalender. Die Regeln zur beruflichen Einstufung knüpfen die Aufgabenbereiche zunehmend an nachgewiesene Qualifikationen.

Häufig gestellte Fragen

Können Arbeitnehmer in Saudi-Arabien den Arbeitgeber wechseln?

Ja – die Arbeitsrechtsreformen ermöglichen einen Wechsel nach Vertragsende oder innerhalb bestimmter Kündigungsfristen sowie in bestimmten Fällen ohne Zustimmung des Arbeitgebers, wodurch die strenge Bindung an den Arbeitgeber aufgehoben wird. Der Vorgang wird über Qiwa abgewickelt; der Zeitpunkt und die Berechtigung hängen vom Vertragsstatus und der Einhaltung der Vorschriften durch den Arbeitgeber ab.

Wie hoch sind die Kosten für den Arbeitgeber im Zusammenhang mit einer Iqama?

Gebühren für Visa und Iqama, Abgaben für ausländische Arbeitskräfte (pro Arbeitnehmer und pro unterhaltsberechtigtem Familienangehörigen), Krankenversicherung, GOSI-Beiträge (Berufsrisiken für ausländische Arbeitskräfte; umfassendere Leistungen für Saudis) und Rückstellungen für Abfindungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Abgaben richten sich nach den jeweiligen Richtlinien – die Budgetierung erfolgt auf Basis der Tarife des laufenden Jahres.