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Arbeitsvertrag

Zuletzt aktualisiert: 14.08.2026 Überprüft von: dem Team von „ Access Financial “

Arbeitsvertrag

ist der Vertrag, der das Arbeitsverhältnis begründet: Aufgabenbereich, Vergütung, Arbeitszeit, Kündigungsfristen und die gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen. In vielen Ländern sind die Schriftform und vorgeschriebene Mindestinhalte vorgeschrieben – die EU-Transparenzrichtlinie hat diese erweitert –, und es gilt das Recht des Landes, in dem die Arbeit verrichtet wird, nicht das des Landes, in dem der Arbeitgeber seinen Sitz hat.

Was muss schriftlich festgehalten werden – und wann?

Die EU-Vorschriften für transparente Arbeitsbedingungen verlangen, dass wesentliche Vertragsbedingungen frühzeitig schriftlich festgehalten werden (ein Großteil davon bereits in der ersten Woche): Vertragsparteien, Arbeitsort, Funktion, Vergütungsbestandteile, Arbeitszeiten, Urlaub, Kündigungsfristen, Probezeit sowie – bei entsandten Mitarbeitern – Angaben zum Aufnahmeland. Nationale Gesetze fügen weitere Punkte hinzu – in den Golfstaaten werden Verträge digital registriert (Qiwa in Saudi-Arabien; MOHRE-Vorlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten), die Schweiz verlangt schriftliche Klauseln für Abweichungen von der Probezeit und Wettbewerbsverbote.

Verträge auf Basis ausländischer Vorlagen führen immer wieder zu Problemen: Wenn eine im Heimatland geschlossene Vereinbarung im Ausland angewendet wird, fehlen zwingende lokale Bestimmungen, und nicht durchsetzbare Klauseln bleiben bestehen. Verträge nach lokalem Recht des jeweiligen Beschäftigungslandes – die Standardregelung in jeder EOR Vereinbarung – vermeiden diese ganze Reihe von Problemen.

Häufig gestellte Fragen

Können wir überall englischsprachige Verträge verwenden?

Oft ja, allerdings mit Einschränkungen: In einigen Ländern müssen Versionen in der Landessprache verfügbar sein oder Vorrang haben (Frankreich bei bestimmten Begriffen, Registrierungen in den Golfstaaten auf Arabisch, Polen bei der Durchsetzung). Zweisprachige Verträge mit einer ausdrücklich festgelegten maßgeblichen Sprache sind die sichere Vorgehensweise, wenn die Verwendung von ausschließlich Englisch ein Risiko darstellt.

Welches Recht gilt für einen internationalen Arbeitsvertrag?

Rechtswahlklauseln können die zwingenden Schutzbestimmungen des Ortes der gewöhnlichen Arbeitsausübung nicht außer Kraft setzen: Die Gerichte wenden in jedem Fall die örtlichen Mindeststandards an. In der Praxis unterliegt der Vertrag dem Recht des Landes, in dem die Arbeit verrichtet wird – wer sich diesem Grundsatz widersetzt, riskiert Rechtsstreitigkeiten statt Flexibilität.