SEPA-Zahlungen
sind Euro-Überweisungen und Lastschriften innerhalb des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA) – über 36 europäische Länder unter einem einheitlichen System, einem einheitlichen Format (ISO 20022) und einem auf „ IBAN “ basierenden Routing. Im Bereich der Lohn- und Gehaltsabrechnung macht SEPA grenzüberschreitende Euro-Gehaltszahlungen ebenso routinemäßig wie inländische, wobei Sofortüberweisungen mittlerweile weitgehend vorgeschrieben sind.
Was sich durch SEPA bei der Gehaltsabrechnung ändert
Über eine Euro-Lohnabrechnung können Mitarbeiter in jedem SEPA-Land von einem einzigen Konto aus bezahlt werden: Standard-Überweisungen werden am nächsten Werktag gutgeschrieben, und Sofortüberweisungen – die Banken im Euroraum nun unterstützen müssen – gehen rund um die Uhr innerhalb von Sekunden ein. Die Festlegung der Annahmeschlusszeiten wird einfacher; Korrekturen in letzter Minute sind möglich.
Die Regeln zur Überprüfung des Zahlungsempfängers sehen eine Namensüberprüfung vor der Ausführung vor, wodurch Unstimmigkeiten bei „ IBAN “ und „name“ erkannt werden, die zuvor zu fehlgeleiteten Gehaltszahlungen geführt hatten. Nicht-Euro-SEPA-Länder nehmen an Euro-Zahlungen teil; Gehaltszahlungen in Landeswährung werden dort weiterhin über inländische Zahlungssysteme abgewickelt. Quelle: ecb.europa.eu.
Häufig gestellte Fragen
Gilt SEPA auch für Großbritannien und die Schweiz?
Beide nehmen an SEPA-Systemen für Euro-Zahlungen teil, obwohl sie außerhalb der EU liegen – eine Euro-Überweisung an eine Schweizer oder britische IBAN wird als SEPA-Überweisung abgewickelt. Bei Gehältern in CHF oder GBP kommen jedoch inländische Systeme zum Einsatz; SEPA ist ein Euro-System und kein allgemeines System.
Sind SEPA-Lohnzahlungen gebührenfrei?
Laut Verordnung müssen grenzüberschreitende Zahlungen in Euro genauso viel kosten wie Inlandsüberweisungen – in der Regel sind diese kostenlos oder mit minimalen Gebühren verbunden. Die Kosten verbergen sich jedoch an anderer Stelle: bei der Währungsumrechnung in Euro, bei Gebühren für Sofortüberweisungen bei einigen Banken sowie bei den Gebühren der Lohnabrechnungsanbieter pro Transaktion.